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Wie bitte?

Die Meteoswiss Wetterapp ist erfreulich zuverlässig. Habe die avisierte zweistündige Regenpause genutzt (es beginnt pünktlich wieder zu tröpfeln) und bin ins zwei Kilometer entfernte Meiringen gelaufen.

Den Ort darf man links liegen lassen, es sei denn man ist Holmes-Fan. Der ist hier überall.

In Andenkenläden, in der Sherlock-Lounge, dem Sherlock Club und natürlich in seinem eigenen Museum.

Davon abgesehen rühmt sich der Ort unübersehbar seiner süßen Historie. Hier wurde die berühmte Meringue erfunden! Natürlich kann ich nicht hier wegfahren, ohne diese lokale Spezialität gekostet zu haben. Ich wusste ja, was auf mich zukam: Eiweiß, Zucker, Sahne. Die Frage nach der Größe der kleinen Portion beantwortete die freundliche Dame umsatzbewusst. Also, wenn schon, denn schon.

Es wird ein einmaliges Erlebnis bleiben. Ich bezweifle, dass die Meiringer selbst häufig ihre Spezialität verspeisen. In Portiönli genossen, könnte ich mit der servierten Menge meinen Zuckerhaushalt für zwei Wochen decken.

Ich bin übrigens in wenigen Tagen in meinem Wohnmobil ganz aus der Welt gefallen. Als ich Platz genommen hatte, kam die Kellnerin mit einem Tablet und der Karte zu mir und fragte in fließendem Schweizerisch: Kowwizerti? Mehr erschloss sich mir nicht. Sie wiederholte. Beim dritten Mal betont langsam, aber im allerliebsten schwiitzerischen Singsang: „Haben Sie ein Kowwid Zertifikat, bitte?“ Da hat es endlich bei mir geschnackelt. Ach ja, da war doch was! Pandemie!! Zertifikat!!! Aber gerne doch. Dann wollte sie noch meine Identitätskarte. Äh …? Das hab ich dann schon beim zweiten Mal verstanden.

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