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Déjà-vu oder Wachstum X-Punkt-Null

Seit Corona lese ich Artikel um Artikel zu den durch die Pandemie erleuchteten neuen Erkenntnissen der Menschheit über uns, die Anderen, die Welt im Allgemeinen und Gott im Besonderen, und zuletzt auch über den Wachstumsgedanken, über seine Fragwürdigkeit und begrenzte Aussagekraft, und über die Notwendigkeit gerade jetzt über qualitatives, über nachhaltiges, über ökologisches Wachstum zu reden. Sehr erfreulich, das alles. Aber wieso kommt mir das alles so bekannt vor? Gab es das nicht schon mal? Wurde das nicht alles schon mal gesagt?

Ja. Wurde es. Mehr als einmal. Grundlegend Neues habe ich bisher noch nicht entdeckt, nichts was beispielsweise Meadows et al. in den „Grenzen des Wachstums“, Ulrich Beck in „Die Risikogesellschaft“, oder Martin und Schumann in „Die Globalisierungsfalle“ nicht schon beschrieben  und analysiert hätten. Als hätte es Ernst U. von Weizsäckers „Erdpolitik“, Joschka Fischers „Umbau der Industriegesellschaft“ oder Al Gores „Wege zum Gleichgewicht“ und all die Diskussionen in Magazinen, Zeitungen und Talkshows nicht gegeben.

Und dennoch halten wir immer noch an einer utopischen Wirtschaftstheorie fest, glauben an die Fata Morgana des grenzenlosen Wachstums (noch vor Kurzem schwadronierten amerikanische Wirtschafts’wissenschaftler‘ sogar vom Ende aller Krisen und ununterbrochenem Aufschwung), fantasieren von der ‚unsichtbaren Hand des Marktes‘, die doch nichts anderes ist als eine Faust, die die Umwelt platt macht, und die einen ökonomischen Keil zwischen die Menschen treibt. Und wir beten mit dem Bruttoinlandsprodukt nach wie vor eine Zahl an, deren Aussagekraft schon immer ziemlich begrenzt war und für die Bewertung einer Gesellschaft im Ganzen noch weniger taugt als für die Bewertung von Wirtschaftsleistung, geschweige denn von Wohlstand.

Ohne die Kritik nochmal durchzudeklinieren sei nur erinnert an all die Dinge, die gar nicht erfasst werden, aber sozio-ökonomisch relevant sind wie Hausarbeit und Kindererziehung. Geht eine Frau nach ein paar Jahren wieder arbeiten und nimmt eine Tagesmutter und eine Haushaltshilfe in Anspruch steigt hingegen das BIP, obwohl sich eigentlich an den erbrachten Leistungen nichts geändert hat. Gleiches gilt für ehrenamtliche Tätigkeiten, Schwarzarbeit und den gesamten Bereich der Subsistenzwirtschaft, die vor allem in schwach entwickelten Ländern zu einer deutlich höheren als der im BIP gemessenen Wirtschaftsleistung führt. Andererseits erfassen wir Dinge als positiven Wert, mithin als Wohlstandsteigerung – denn damit wird das BIP immer noch simplifizierend gleichgesetzt – die das genaue Gegenteil bewirken: jedes Tankerunglück, jede brennende Ölplattform erhöht das BIP, jede Umweltkatastrophe heizt die Wirtschaft an, jede Reparaturmaßnahme suggeriert, dass es uns besser geht, auch wenn lediglich der alte Zustand wieder hergestellt wird. Je mehr Starkregen, je mehr Überschwemmungen, je mehr Allergien, desto mehr ‚Wachstum‘. Je mehr Zivilisationskrankheiten, je mehr Burn-out, je mehr Psychosen, desto ‚reicher‘ wird ein Land.

Das wissen wir seit Jahrzehnten. Die sogenannten „defensiven Kosten“, d. h. die Ausgaben, die zur Behebung der negativen Folgen unserer wirtschaftlichen Aktivitäten nötig sind (wie Strände von Öl befreien, Renaturierungsmaßnahmen, Gesundheitskosten etc.) machen einen immer größeren Anteil am BIP aus. Bereits anfangs der 1980er Jahre kamen verschiedene Studien, je nach Berechnungsart, auf 10 – 20 %! Heute dürfte der Anteil eher bei 30 % liegen (aktuelle Berechnungen gibt es leider nicht). Das alles hat zu zahlreichen Ansätzen geführt neue, sinnvollere Messgrößen zu finden – neben dem immer noch exotisch anmutenden Bruttonationalglück Bhutans zum Ökosozialprodukt, zum HDI (Human Development Index) der Vereinten Nationen, oder dem BLI (Better Life Index) der OECD, die Faktoren wie Bildung, Gesundheit oder Sicherheit miteinbeziehen, ohne dass sich eine dieser alternativen Betrachtungen hätte durchsetzen, geschweige denn ins öffentliche Bewusstsein hätte dringen können.

Auch wenn diese Alternativen ebenfalls ihre Probleme haben, und natürlich jede Berechnungsmethode ihre eigenen Tücken hat und  deshalb umstritten ist, sollten sie zunächst zumindest ergänzend zum BIP verwendet werden. Erstens lassen sie sich weiterentwickeln und verbessern. Was, zweitens, viel wichtiger ist: sie legen den Fokus auf andere Dinge, auf Nachhaltigkeit, auf sozio-ökonomische Strukturen, auf Lebensqualität, auf Aspekte, die in der Folge auch in der öffentlichen Wahrnehmung eine viel größere Rolle spielen, eine viel größere Bedeutung bekommen würden. Denn auch die Wahrnehmung muss nachhaltig sein!

Ein sehr trauriges Beispiel liefert das Thema Müll. Heute stehen wir genau da, wo wir vor 30, 35 Jahren schon einmal waren. Damals gab es zum ersten Mal Abfallwirtschaftsberater (den Autor inbegriffen), die durchs Land tingelten und den Menschen erklärten, wie  man wiederverwerten und vor allem Müll vermeiden kann. Der Kampf galt u.a. den völlig überflüssigen Doppel- und Dreifach- und den Überverpackungen. Und die Jutetasche  wurde propagiert! Und heute fangen wir wieder von vorne an, weil das Bewusstsein nicht von einer zur nächsten Generation gereicht hat, weil wir mehr Müll und Plastik produzieren als je zuvor, weil die überflüssigen Verpackungen alle wieder da sind, weil sich die Menschen an die paar Cent für die Plastiktüte gewöhnt hatten. Wir hätten sie schon vor 30 Jahren verbieten sollen!

Ein klareres Bewusstsein alleine reicht eben nicht. Es muss auch in konkretes Handeln münden. Wohlfeile, konsequenzlose Bekundungen hören wir genug. Die Debatten der 70er-Jahre über Konsumterror haben wenig gefruchtet. Schon bald hieß das wieder „gesunde Nachfrage“. Jetzt, in Corona-Zeiten, haben angeblich viele Menschen entdeckt, dass es ein Leben nach dem Kaufhaus gibt. Aktuelle Umsätze und Umfragen belegen jedoch, dass die erzwungene Kaufzurückhaltung nicht nachhaltig ist. Die Mehrheit erklärt wieder so viel konsumieren zu wollen wie vorher, und nur eine Minderheit will aus den im Lockdown gewonnenen Erfahrungen Konsequenzen ziehen und von nun an weniger shoppen. Für das Gros der Deutschen bleibt der Einkaufsbummel nach wie vor das schönste, für manche wohl das einzige Hobby.

Wertigkeiten müssen sich ändern. So paradox, ja nachgerade naiv es im Überfluss sozialisierten Menschen erscheinen mag: ständig neue Dinge zu besitzen ist kein Lebensinhalt, über Leute, die mit dem neuesten Smartphone protzen, sollte man die Nase rümpfen, alte Dinge, die immer noch funktionieren, sollten Neid hervorrufen. Theoretisch könnten wir Autos, wenn sie denn nach dem neusten Stand der Technik gebaut würden, locker 50 Jahre fahren (bei 1-3 Liter Benzin und einer Ölfüllung auf 100.000 km), Kühlschränke halten 30 Jahre, Kleidung, so seltsam es klingen mag, kann man mehr als eine Saison tragen (davon gibt es mittlerweile sechs pro Jahr!). Natürlich macht es Sinn im Interesse des Umweltschutzes alte, stark emittierende Geräte zu ersetzen. Und von keinem wird verlangt, sein Leben lang in denselben Möbeln zu leben. Neues kann, soll und darf das Leben verschönern, Geschmäcker ändern sich. Unser aktueller, immer rasanter werdender Warenaustausch ist aber nicht in erster Linie dem Umweltbewusstsein geschuldet, sondern dem reinen Konsumwahn. Menschen, die jeden Frühling, Sommer, Herbst und Winter ihren Kleiderschrank umrüsten, haben nicht den Geschmack geändert. Sie haben nie einen eigenen gehabt. Das neuste I-Phone verbessert nicht das eigene Leben, sondern das Image, die ‚Benutzer-Oberfläche‘ sozusagen.

Nun gibt es Leute, die mantra-artig wiederholen, dass eine Gesellschaft ohne Wachstum nicht funktionieren könne, weil Menschen nun mal nach immer mehr streben würden, dass vor allem aber der Klimakollaps und generell die Umweltprobleme nur mit innovativer Technik zu vermeiden seien, und die gäbe es nur mit wirtschaftlichem Wachstum (gemessen als BIP). So verbreitete erst kürzlich Clemens Fuest, der Präsident des ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung, in der Zeit1 wieder einmal die Mär, die Umweltbelastung sinke, wenn ein gewisses Wohlstandsniveau überschritten sei. Wahrscheinlich hat er seine Zahlen von der amerikanischen Umweltbehörde oder von Trump persönlich. Diese Behauptung stimmt allenfalls in Relation zur Steigerung des BIP. Absolut gesehen stimmt das weder für Amerika, noch für Europa, noch für Deutschland. Allein die sich immer stärker ausbreitende Obsoleszenz, die Herstellung von immer mehr Gütern mit immer kürzeren Produktlebenszyklen macht viele technische Fortschritte zunichte.

Oder nehmen wir das Beispiel Automobilindustrie. Ja, wir haben heute, nach massivstem Widerstand der Automobilindustrie, Katalysatoren. Was nicht eingesetzt wird, sind effektivere Ölfilter und Motorenöle. Aber selbst mit den vorhandenen, wird immer noch viel häufiger als nötig gewechselt, hauptsächlich aufgrund des Drucks der Fahrzeugproduzenten2. Die enge Verknüpfung mit der Ölindustrie dürfte das hinreichend erklären. Alle Welt jubelt über die enormen Fortschritte beim Benzinverbrauch. Das ist zwar richtig, aber da wir heute viel größere Modelle fahren mit größeren Motoren, mehr Hubraum und mehr PS, hat sich in der Summe beim Flottenverbrauch gegenüber den 70er Jahren kaum etwas geändert (berechnet nach realem Verbrauch und Schadstoffausstoß, nicht nach Herstellerangaben, die um bis zu 40% niedriger sind). 2017 stieg europaweit der Flottenverbrauch (bezogen auf den CO2-Ausstoß) der Neuwagen sogar wieder an. In Deutschland liegt er übrigens fast 10 % über dem europäischen Durchschnitt.

Das liegt aber nicht nur an den Herstellern. Es sind auch die Käufer, die immer größere, luxuriösere Autos wollen. Im Jahre 1998 startete VW einen halbherzigen Versuch ein 3-Liter-Auto, den Lupo, auf dem Markt zu platzieren. Aber erstens gab sich der Konzern, was das Marketing angeht, keine sonderliche Mühe, und den Verbraucher interessierte das Modell nicht im Geringsten. Bereits 2005 wurde die Produktion wieder eingestellt, nachdem nicht einmal 500.000 Fahrzeuge verkauft wurden (das schafft der Golf in einem Jahr).

Ein erhebliches Hindernis auf dem Weg hin zu einer ökologischen Gesellschaft ist leider die menschliche, nicht selten paradoxe, irrationale Psyche. Der Mensch strebt nach Glück. Eine Plattitüde, so banal, so weitreichend, so unpräzise. Dennoch hat die Glücksforschung sehr aufschlussreiche Erkenntnisse geliefert. Wir wissen heute aus zahllosen Studien in den verschiedensten Gesellschaftsformen, dass das persönliche Glücksgefühl, die Zufriedenheit mit dem eigenen Leben, nachdem die Grundbedürfnisse gestillt und einigermaßen gesichert sind, mit steigendem Einkommen immer marginaler und irgendwann gar nicht mehr wächst. Sich noch mehr leisten zu können wird dann zum immer beiläufigeren Genuss, dessen Wirkung schnell verpufft. Wer 10.000 € im Monat verdient, der wird bei 10% mehr nicht mehr in Jubelstürme ausbrechen. Menschen, die vor 10 Jahren ein hohes Zufriedenheitsniveau bekundeten, und deren Realeinkommen sich in dieser Zeit vermehrfacht hat, geben denselben Grad an Zufriedenheit an. Im World Happiness Report 2017 stehen die Länder an der Spitze, die ihren Bürgern nicht nur weitgehende materielle, soziale und politische Sicherheit, sondern auch gute staatliche und gesellschaftliche Sozialsysteme bieten. Die Voraussetzungen dafür sind natürlich mit einem hohen BIP umso besser, aber entscheidend sind Verwendung und Verteilung, nicht die absolute Höhe. Und Mentalitäten! Auffallend ist immer wieder die, trotz der prekären Verhältnisse, überdurchschnittlich hohe Lebenszufriedenheit in lateinamerikanischen Ländern. Guatemala z.B. liegt beim BIP/Kopf auf Platz 108, beim Zufriedenheitsindex auf Platz 28.3

Rein verbal ist den meisten Menschen klar, dass mehr Konsum nicht wirklich glücklich macht, und angeblich ist die Zahl derer, die die viel größere Bedeutung sozialer Kontakte und der Zeit für Kreativität und Muße im Corona-Lockdown erkannt haben, sogar noch gewachsen. Man könnte also hoffen, dass immer mehr Menschen in Zukunft bereit sein werden sich für qualitatives Wachstum einzusetzen und entsprechende Gesetze, wie aktuell das Lieferkettengesetz, zu unterstützen (https://www.myview-wolfgangmebs.de/echt-jetzt/). Der Haken ist allerdings, dass wir auch auf dem momentanen Niveau nicht weitermachen können.

Der Mensch hat sich zum gefräßigsten und zum raumgreifendsten Lebewesen des Planeten entwickelt. Dagegen war der T-Rex ein Pantoffeltierchen. Wie ein kollektiver Gargantua verschlingen wir Ressourcen, opfern Naturräume für immer größere Wohnungen (Steigerung der durchschnittlichen Wohnfläche pro Person seit 1990: 34 %4), breitere Autos, Freizeitparks und Sporthallen (deren Anzahl mit jedem neuen Hobby, jeder „Innovation“ der Fitness- und Sportindustrie wächst). Will die Menschheit ihre Lebensgrundlagen erhalten, müssen wir davon weg, müssen wir hin zum Weniger. Und genau das wollen selbst die, die auf höchstem materiellen Niveau leben, eben nicht. Dass es nicht immer mehr werden muss, das wären  durchaus mehr Menschen bereit zu akzeptieren, aber weniger??? Da hört die Bereitschaft auf. Verzicht ist Teufelszeug, ein Gräuel, ein Panikmacher. Zurückschrauben, nein, das ist allen feuilletonistischen Ergüssen zum Trotz ein absolutes No-Go. Aber zwingend erforderlich.

Covid-19 hat uns allen diese ungewöhnliche, fast konsumfreie Zeit aufgezwungen. Notwendig wäre aber ein grundsätzliches, freiwilliges Umdenken, und das stößt auf die erwähnten Blockaden und dauert dementsprechend beim Menschen ziemlich lang. Wobei sich als großes Hindernis erweist, dass es dem Menschen nicht an Intelligenz mangelt, sondern an Vernunft. Er ist eben lediglich vernunftbegabt. Diese Begabung aber ließe sich fördern. Der Nutzen nachhaltigen, ökologischen, qualitativen Wachstums muss für die Menschen erst spürbar werden, bevor sie es freiwillig machen. Bisher gibt es nur eine Minderheit, die vormacht, dass es auch anders geht, in vielen kleinen Firmen, Projekten und Stadtteilinitiativen. Diese Ansätze müssen gefördert werden, finanziell und medial. Die restliche träge Masse, selbst die mit Fitnessuhren und Selbstoptimierungs-App, müssen mit staatlichen Maßnahmen fürs Erste gezwungen werden – so sehr sich das auch nach Gängelung und Verordnungsdiktatur anhört. Anders wäre es mir auch lieber, aber weiterhin allein auf wachsende Einsicht und freiwillige Selbstverpflichtung zu setzen ist naiv und fahrlässig. Die Bewusstseinsänderung bei Bürgern und Unternehmen geht leider in Zwergenschritten und dem Tempo einer sedierten Schnecke voran. Und so viel Zeit bleibt uns nicht mehr.

Der Staat muss ja gar nicht alles Verhalten normieren, er kann sozio-ökologisches Verhalten fördern, indem mehr Subventionen in regionale Ökonomie und ökologische Landwirtschaft fließen, er kann endlich Finanzgeschäfte und Umweltnutzung stärker besteuern als Arbeit, um effektiv externe (Natur- Umwelt, Gesundheits-) Kosten zu internalisieren, d.h. in die Produktionskosten einfließen zu lassen. Er kann mit arbeitspolitischen Maßnahmen den weiteren Wandel hin zu mehr Dienstleistungen unterstützen, er kann ehrenamtliche Tätigkeiten und künstlerische Aktivitäten auf allen Ebenen fördern, vor allem auf regionaler und lokaler Basis. Denn die Vorteile eines anderen sozio-ökonomischen Systems werden umso eher deutlich, je näher der Wandel am Bürger ist, je direkter er sich auf sein persönliches Umfeld auswirkt. Das materielle Weniger muss seine Ergänzung finden in mehr Freiräumen, mehr lokaler Kreativität, mehr Gestaltungsraum. Was wir brauchen ist eine viel stärker dezentrale, sozusagen subsidiäre Ökonomie.

Die Übergangszeit dürfte der heikelste Punkt sein. Jede gute Idee durchläuft ja bekanntlich drei Phasen: in der ersten ist sie völliger Schwachsinn, in der zweiten nett, aber leider nicht machbar, und in der dritten hat sie jeder zuerst gehabt. Also, mehr Mut bitte zum Wandel, mehr Mut zu radikal sozial-ökologischen Partei- und Wirtschaftsprogrammen. Und damit man damit auch Stimmen gewinnen kann, lieber Bürger: Mehr Geist und weniger Materie. Vielleicht auch ein wenig mehr esoterische Erdverbundenheit und Metaphysik. Vor allem mehr Demut gegenüber der Schöpfung. Der Spruch von Mutter Erde ist zwar leider zum Werbeklischee verkommen, aber die dahinterstehende Wahrheit muss zum ökologischen Imperativ werden. Vielleicht werden wir dann ja doch noch zum homo sapiens, zum weisen Menschen.

1 Die Zeit Nr. 29, 9.7.20, S. 21

2 https://web.archive.org/web/20080112063911/http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/14/0,1872,7142766,00.html/ (Zugriff 18.7.20)

3  Platz 1: Norwegen, es folgen Dänemark und Island; USA (14; BIP pro Kopf: Platz 9), Deutschland (16/18), Frankreich (31/21), dann erst Italien (48/27) und Portugal (89/41), weit hinter Chile (20/57), Guatemala (29/108) oder Thailand (32/84).

Äußerst interessant, teilweise verblüffend sind auch die Detailvergleiche, was z.B. die Einschätzung der Freiheit der Lebensentscheidung oder allgemeines Vertrauen angeht. Siehe z.B.:

https://de.wikipedia.org/wiki/World_Happiness_Report

https://elib.uni-stuttgart.de/bitstream/11682/5651/1/Lebenszufriedenheit_im_internationalen_Vergleich_Loeser_Jonas_K.pdf

4 https://www.deutschlandinzahlen.de/tab/deutschland/infrastruktur/gebaeude-und-wohnen/wohnflaeche-je-einwohner

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