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GEDANKENSPLITTER: VON MÄRCHEN UND LEGENDEN

Es war einmal ein Lauterbach. Das war ein veritables Rumpelstilzchen. Frech und schrill und meinungsstark mit dem Füßchen stampfend. Dachten alle. Aber jetzt hat er sich als Frosch entpuppt. Prinz Scholz hat ihn geküsst, mit sichtlichem Widerwillen, und da hat er sich in einen Gesundheitsminister verwandelt.

Einen ziemlich ungesunden. Einen, der gelbe Albträume hat und unter galoppierender Schizophrenie leidet, weil er weiterhin beredt vor der bösen, warzigen Hexe Corona warnt, aber das Gegenteil verkünden muss, denn das Sagen haben die garstigen neo-gelben Trolle am Kabinettstischlein von Prinz Scholz.

Und wenn ihn Prinzessin Baerbock nicht küsst oder Meister Drosten, dann verbiegt er sich noch morgen.

Das vorgebliche Dienstleistungsunternehmen Postbank macht gerade Rekordgewinne – und schließt eine Filiale nach der anderen. Wie die Deutsche Bank. Und Sparkassen. Das erscheint logisch, schließlich geht es hier doch nicht um Kunden. Hier geht es um den Dienst an der Bank.

Jens Bodo Koch, Chef des Rüstungskonzerns Heckler & Koch, hat Erstaunliches zu vermelden; ja, unser ganzes Weltbild nachgerade Revolutionierendes! In einem Zeit-Interview erfahren wir: Heckler & Koch ist nachhaltig!!! Sagt er. Und glaubt das wohl auch. Und warum? Bauen die ihre Maschinengewehre jetzt aus nachwachsenden und lokalen Ressourcen wie Fichtenholz? Sind die Gummigeschosse aus Naturkautschuk? Und die Schalldämpfer aus Wattebäuschen?

Nun, in solchen Kategorien denkt Herr Koch nicht. Seine Firma ist nachhaltig, weil sie “einen bedeutenden Beitrag zum Erhalt von Freiheit und Demokratie” leistet. Ja, da schau her! Was wären wir ohne unser “MP 5.22 LR Serious Fun” Schnellfeuergewehr? Sklaven! Was ohne das “Alphatier SFP 9”. Kerkerinsassen! Mundtot gemacht wären wir, unterdrückt und geknechtet und terrorisiert ohne die “P30/S”, die “mehr als eine Pistole” ist, nämlich ein “anwenderorientiertes Leistungsversprechen”. Und willst du nicht demokratisch sein, dann schieß ich dir den Schädel klein.

Noch aber sind wir freie Menschen, Heckler sei Dank. Und dem Koch auch. Und ich dachte immer, dank Waffen wäre man vor allem eines: nachhaltig tot.

Auch Woelki sei Dank, denn uns Kölnern und allen Russen und Ukrainern ward Rettung zuteil. Dank seiner “Weihe Russlands, der Ukraine und auch des Erzbistums Köln an das Unbefleckte Herz Mariens”. Jetzt muss die arme Maria mal wieder herhalten für die Katastrophen, die wir Männern zu verdanken haben. Bzw. ihr Herz. Der Rest ihres Körpers ist wohl nicht unbefleckt genug. Oder zu irdisch. Und das war und ist der katholischen Kirche nach wie vor denn doch zu suspekt. Nach dem so alten wie unbewährten Motto: Konkrete Hilfe können wir euch nur aus dem und im Jenseits versprechen. Warum Woelki in diesem Zusammenhang “auch das Erzbistum Köln” erwähnt, weiß er wohl am besten. Ob er sich selbst als Kriegsopfer sieht?

(Alle Zitate zu H&K auf der Firmen-Website)

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