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Allgemein Artikel und Essays Der tägliche Wahnsinn Satire

Nicht nachvollziehbar

–      Trump ist immer noch Präsident der Republikaner. Erst sah es so aus, als würden einige Ratten das sinkende Schiff verlassen, aber jetzt kehren sie demütig wieder zurück, denn der Kahn ist immer noch flott und hat noch jede Menge Kajüten frei für Realitätsverweigerer, alte weiße Männer, neue Nazis und Phobiker aller Art. Allmählich muss man wohl seine letzten Hoffnungen auf Captain Sparrow setzen.

–      Das Finanzministerium sperrt weiterhin 150 Mio. €, die im Bundeshaushalt 2021 für Maßnahmen gegen Rechtsextremismus vorgesehen sind. Einige bereits geplante Projekte stehen deshalb vor dem Aus. Fragen der Presse und Anfragen der Grünen und der Linken nach den Gründen bleiben weitestgehend unbeantwortet. Besonderen Handlungsbedarf erkennt man im Finanzministerium offensichtlich nicht. Vermutlich haben die sich bei Seehofer angesteckt.

–      Wir haben jetzt eine Taskforce Corona Testlogistik. Wow. Natürlich hat man keine Kosten und Mühen gescheut, die besten Leute für diese Aufgabe zu suchen. Jetzt machen es Spahn und Scheuer. Offensichtlich ist man nicht fündig geworden.

–      Die CDU in Meck-Pomm hat Philipp Amthor trotz seiner Lobbyismus-Affäre zu ihrem Spitzenkandidaten gemacht. Das empört den einen oder anderen. Aber, aber. Dieser naive, unerfahrene junge Mann ist doch nur völlig ahnungslos in eine gemeine, hinterhältige, miese und fiese Falle von teuflisch bösen und gerissenen Lobbyisten geraten. Und es hat ihm doch so was von leidgetan. Solche Leute braucht man offensichtlich in der CDU. Und beim nächsten Mal weiß er dann ja Bescheid. So dumm wie damals und Nüßlein und Löbel heute wird er nicht mehr sein, da ist sich die CDU wohl sicher. Das geht geschickter.

–      In Spanien demonstrieren Menschen für Pablo Hasél. Sie sehen die Freiheit der Kunst und der Meinung in Gefahr. Weil diese Leute wohl der Meinung sind, dass man alles sagen dürfe. Zum Beispiel gegen Juden hetzen. Verschiedenen Konservativen und Hasél Lästigen einen Schuss in den Nacken wünschen, dem (faschistischen, natürlich) König die Guillotine. Die RAF, die Eta hingegen sind ihm verehrungswürdig, er ruft offen zur Unterstützung von Terroristen auf.

Motto der Demonstranten: „Nichts zu verlieren. Alles zu gewinnen.“ Ob dies auch noch gilt, wenn Franquisten demnächst ihre Nationalhymne wieder singen wollen? Ungestraft zur Kastration von Homosexuellen aufrufen?

Ob deutsche Sympathisanten auch für die Abschaffung des Verbots der Volksverhetzung demonstrieren werden? Holocaust-Leugnen als Kunstform anerkennen?

Wie war das noch? Hieß es nicht vor kurzem noch: Aus Worten werden Taten?

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