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Alpen Sept./Okt. 21

12.9.21: Ober-Elbschen / Burgistein, Ch

https://www.google.com/maps/@46.7950061,7.4784909,17z

Nach entspannter Nachtfahrt am ersten Standort angekommen. Kurzer Spaziergang, Wohnmobil ‘einrichten’, Nachbarn kennenlernen, Wandertipps einholen.

13.9.21 Höhenweg

Erste Wanderung bei strahlender Sonne und angenehmen Temperaturen auf dem Gürbetaler Höhenweg. Dörfer, Weiler und Höfe und bimmelnde Kühe in hügeligem Grün. Unten ein weitgezogenes Tal und der Thuner See im Dunst. Weiter im Osten lugen die Drei- und Viertausender des Berner Oberlandes aus den Wolken.

Chalet am Wegesrand
Leider ohne Ton

14.9.21: Balm / Meiringen

https://www.google.com/maps/@46.7276248,8.1530532,15z

Von Oberelbisch

nach Balm bei Meiringen. Ein idyllisch gelegener Platz nicht weit von der Aare-Schlucht. Leider schlägt das Wetter gerade um.

Von der Höhe ins Tal, am Thuner und am Brienzer See entlang.

Thun, Blick auf Eiger und Mönch
Brienz

Thun erschien mir sehenswert, nicht nur wegen der spektakulären Lage am See mit Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau, aber hier erweist sich das Wohnmobil dann doch als Nachteil. Einfach mal anhalten und herumlaufen geht nicht mit sechseinhalb Metern. Alles ist eng und die Parkplätze sind erstens voll und zweitens meistens nicht für Wohnmobile geeignet. Am Bahnhof, wo ich es auch probiert habe, hat es einer gewagt – und stand mächtig im Weg herum.

In einem Vorort fand ich wenigstens nach langem Suchen einen großen Parkplatz 10 Minuten von einem Supermarkt entfernt. Plötzlich, welche Blasphemie, wünscht man sich ein amerikanisches Einkaufszentrum mit eigenen Camperbuchten.

In der Schweiz hingegen ist alles putzig. Ich war in einem “Backstatiönli” (kein Tippfehler!) und habe ein “Brötli” und ein “Küchli” erworben. Das Küchli war laut Auskunft der Verkäuferin übrigens mit Äpfeli und Birnli (oder hab ich halluziniert?). War jedenfalls köstli.

15.9.21 Im Haslital

Alles ist wolkenverhangen im Haslital, es nieselt leicht. Laufe trotzdem an der Aare entlang. Und siehe da, für ein Stündchen zeigt sich die Sonne.

Reichenbachfall. Ort des legendären Kampfes zwischen Sherlock Holmes und Professor Moriarty.
Die Aare.

Drachenhöhle.

16.9.21 Wie bitte?

Die Meteoswiss Wetterapp ist erfreulich zuverlässig. Habe die avisierte zweistündige Regenpause genutzt (es beginnt pünktlich wieder zu tröpfeln) und bin ins zwei Kilometer entfernte Meiringen gelaufen.

Den Ort darf man links liegen lassen, es sei denn man ist Holmes-Fan. Der ist hier überall.

In Andenkenläden, in der Sherlock-Lounge, dem Sherlock Club und natürlich in seinem eigenen Museum.

Davon abgesehen rühmt sich der Ort unübersehbar seiner süßen Historie. Hier wurde die berühmte Meringue erfunden! Natürlich kann ich nicht hier wegfahren, ohne diese lokale Spezialität gekostet zu haben. Ich wusste ja, was auf mich zukam: Eiweiß, Zucker, Sahne. Die Frage nach der Größe der kleinen Portion beantwortete die freundliche Dame umsatzbewusst. Also, wenn schon, denn schon.

Es wird ein einmaliges Erlebnis bleiben. Ich bezweifle, dass die Meiringer selbst häufig ihre Spezialität verspeisen. In Portiönli genossen, könnte ich mit der servierten Menge meinen Zuckerhaushalt für zwei Wochen decken.

Ich bin übrigens in wenigen Tagen in meinem Wohnmobil ganz aus der Welt gefallen. Als ich Platz genommen hatte, kam die Kellnerin mit einem Tablet und der Karte zu mir und fragte in fließendem Schweizerisch: Kowwizerti? Mehr erschloss sich mir nicht. Sie wiederholte. Beim dritten Mal betont langsam, aber im allerliebsten schwiitzerischen Singsang: „Haben Sie ein Kowwid Zertifikat, bitte?“ Da hat es endlich bei mir geschnackelt. Ach ja, da war doch was! Pandemie!! Zertifikat!!! Aber gerne doch. Dann wollte sie noch meine Identitätskarte. Äh …? Das hab ich dann schon beim zweiten Mal verstanden.

17.9.21: Von Schluchten und Schnepfen

Es hat sich mal wieder gelohnt, früh unterwegs zu sein. Bin heute Morgen zur Aare-Schlucht, eine halbe Stunde Fußweg von meinem Campingplatz entfernt. Um halb 10 war ich einer der ersten Besucher, so dass ich in aller Ruhe hindurchwandern und, ohne andere nervös zu machen, meine Fotos machen konnte. Zwei Stunden später auf dem Rückweg wurde es schon deutlich voller, so dass man sich auf dem schmalen Steg im Weg stand. Vor allem die Selfiesammler.

Die Natur verblüfft immer wieder mit ihren Formen, ihrer Beharrlichkeit, ihrer Kreativität. Wie in dieser Schlucht. Die Aare hat sich in den Fels gefräst in hunderttausenden von Jahren, mit Höhlen, Wasserfällen, Gletschermühlen. Und sie verändert die Schlucht immer noch, ohne dass wir relativ kurzlebige Wesen es bemerken. Welch eine Vorstellung: ihren Ursprung hat diese Schlucht in der Eiszeit, vor 2,5 Mio. Jahren, als es hier einen Gletscher von 900 m Dicke gab! Und die Aare fließt und fließt und rauscht gletschergrau durch die Felswände hindurch.

Gletschermühle
180 m höher
Felsmalerei
Corona ist überall!

Und anschließend ging es auf Sherlocks Spuren mit der Zahnradbahn zu den Reichenbachfällen, von dort noch eine halbe Stunde über Almwiesen den Berg hinauf, bis ich ein Plätzchen, wie geschaffen für ein Picknick, fand.

Picknick

Wieso geben sich manche Menschen so viel Mühe, aber auch in jeder Nuance einem Klischee zu entsprechen?

Ich wollte mich gerade auf den Rückweg machen, als zwei junge …, mh, … Damen die Aareschlucht betraten. Schick. Grellfarbene Pumps. Die eine bauchnabelfrei. Fingernägel aufgeklebt, die eine in pink, die andere blutrot.

Kaum hatten sie die Kasse verlassen, machten sie die ersten Selfies, alleine, zu zweit. Und schnatterten dabei lautstark.

Ich ging schnell los, um etwas Abstand zu gewinnen. Da ich jedoch immer wieder stehen blieb, um mir anzusehen, was zu sehen ich gekommen war, hatten sie mich bald überholt. Und ich sie bei der nächsten Selfie-Location wieder eingeholt. Zum Glück übertönte das Rauschen der Aare bei genügendem Abstand ihre – ja, leider auch das noch – piepsige Unterhaltung.

Und schon überholten sie mich wieder. Und so konnte ich noch beobachten, wie die eine im Laufen Handyfotos knipste, während die andere – ungelogen! – ohne ihr Geschnatter zu unterbrechen, den Kopf aller Naturschönheit abgewandt, mit fliegenden Daumen eine Nachricht in ihr Handy tippte.

Warum sind die hier? Wahrscheinlich weil es sich beim Aussichtspunkt am Eingang um einen Instagramm-Spot handelt.

Ich beschloss dann einfach lange genug stehen zu bleiben.

18.9.21: Hormonrausch

Von Meiringen nach Brig. Eine Fahrt durch eine bezaubernde Landschaft, durch ein sattgrünes Tal, links und rechts eingeschlossen von Wald und Fels.

Dann zum Grimselpass hinauf auf 2164 m, vorbei an mehreren graugrünen Stauseen bis zum Totesee.

https://www.google.com/maps/@46.5614139,8.3288252,15z

Der Totesee

Und dann ging es erstmal zu Fuß weiter, ziemlich steile 3, 400 m höher hinauf, noch eine Biegung und dann öffnet sich ein a-tem-be-rau-ben-des Panoramaspektakel.

Immer wieder bezaubernd: die Blaue Glockenblume.
Wollgras
Steinzeitlicher Picknickplatz. Auf der schwarzen Plakette steht: Barney was here.

Da ich an dieser Stelle völlig allein war, konnte ich gefahrlos mein gebirgsüberwältigtes Juchuuuh loslassen, ohne dass jemand vor Schreck abstürzte. Aber das muss einfach raus, wenn mich die Emotionen überfluten, angesichts dieser Bergwelt. Jeder Höhenmeter, jede Wegkehre belohnt mich mit neuen An- und Ausblicken. Und wenn ich dann eine Passhöhe oder einen Gipfel erreiche, dann tut das auch mein ganzer Körper, dann sprühen und knistern alle Synapsen berauscht von allem, was der Körper an Endorphinen, Serotonin, Dopamin und Oxytocin zu bieten hat, da jubilieren Herz und Bauch und Geist und Seele. Pures Glücksgefühl.

Ja, auch das Meer ist schön und ich freue mich immer wieder, an seinem Rand zu stehen und über sein weites Wasser zu blicken. Aber es ruft nicht dasselbe Feuerwerk hervor, wie hoch oben auf Bergeshöhen zu stehen.

Brig, 18. / 19.9.21 Kunst im Camp

https://www.google.com/maps/@46.288994,7.9368405,13z

Sehr schön gelegener Campingplatz direkt an der Rhone, die hier allerdings noch ein Gebirgsflüsschen ist. Und das ist mein Frühstücksblick:

Stattdessen begann es nachts zu regnen, dann zu schütten, und wenn die Wolken mal kurz aufbrechen, sieht man, dass es auf den Höhen rund um Brig geschneit hat. Gestern Abend hab ich dann zum ersten Mal die Heizung im Bus genutzt. Bisher reichte Zwiebelkleidung, aber es war nicht nur feucht, sondern wurde auch knackig kalt.

Heute ist es zwar noch trübe und wolkenverhangen, aber der Regen hat aufgehört, so dass ich einen Spaziergang an der Rhone entlang machen konnte.

Kunst im Fluss

Ansonsten? Lesen, schreiben, Tee trinken, spülen, lesen, Kaffee trinken, schreiben, Bilder sortieren, kochen. Campergespräche. Woher, wohin, wie lange unterwegs? Tipps über Wander- und Wetter-Apps. Was machst du so? Ach ja? Zwei Leute haben sich mein Buch bestellt. Vielleicht hätte ich einen Karton mitnehmen sollen. Inklusive Lesung im Campingbüdchen. Kunst im Fluss, Kunst im Camp.

Auch das ein kunstvolles Arrangement:

Im Bus, morgens um halb acht.

21.9.21  

Zunächst Mal eine Korrektur: Der Campingplatz liegt an der Saltina, die dann ein Stück weiter in die Rhone fließt.

Um halb 10 Uhr waren die Wolken ab-, um zehn bin ich losgezogen. Die ganze Schlucht konnte ich aber leider nicht durchwandern, da der Weg plötzlich (wegen Steinschlag) gesperrt war. Stattdessen bot sich zum Glück ein Rundweg nach Brig; unten hin, oben zurück.

An den steilen, felsigen Hängen Kiefern und Lärchen, im Tal rankt die Waldrebe um Birke, Maulbeerbaum und Silberweide, sogar dünnstämmige Platanen finden sich. Bachmusik begleitet den Wanderer.

(Die botanische Expertise stammt übrigens von der PlantNet-App. Ganz schön smart so’n Phone.)

Danach (überschaubares) Sightseeing in Brig …

Das Stockalper Schloss

… und Kaffee mit schwiitzer tarte d’apricot in Gesellschaft geschwätziger Spatzen.

Etwas später.

Lebensfreude ganz entspannt. Bei einer Tasse Kaffee auf den Berg gucken. Kaffee. Gucken. Gucken. Kaffee. Ein Schokokeks.

Ein Nachbar kommt vorbei.

„Ist das nicht schön?“

„Wunderschön.“

„Ja.“

Er bleibt noch einen Moment stehen. Guckt.

Dann geht er weiter.

Kaffee. Gucken. Noch ein Schokokeks.

Lebensfreude.

Intensiv.

Minimalaktiv.

22.9.21 Ohne Worte

Fast jedenfalls. Ich war heute wieder auf Bergeshöhen, dennoch war es eine vergleichsweise entspannte Wanderung, denn die entscheidenden Höhenmeter hat die Riederalp-Bahn gemacht, nämlich ca. 1.200 m bis auf 1.900 m. Nach anfangs steilen rund 200 Höhenmetern, geht es auf einem Höhenweg mit immer mal kurzen Anstiegen zum Aletschgletscher bzw. zur Bettmeralp.

Als ich um kurz nach 10 hinauffuhr, lag die Riederalp noch in Wolken, die sich aber schnell auflösten.

Der Aletschgletscher
Unverkennbar – das Matterhorn
Heidelbeeren

Zu meinem Hormonhaushalt muss ich ja nichts mehr sagen.

23.9.21 Mal was anderes

23.9.21 Von Brig nach Lugano

https://www.google.com/maps/@46.0293395,8.8515818,11z

Eigentlich hatte ich vor zum Rheingraben zu fahren – bis ich feststellte, dass das zwar nur 140 km sind – aber nur inklusive Autozug. Ich hatte die Wahl zwischen Gebirgsumfahrung nördlich oder südlich, was mir aber beides zu lang war. Und habe mich spontan für einen Abstecher in südlichere Gefilde entschieden.

Auf dem Simplonpass
Simplon im Morgennebel

Und jetzt sitze ich bei 22 Grad in Lugano am Lago Maggiore und war gerade schwimmen, am campingplatzeigenen Badestrand. An dem aber erfreulicherweise außer mir bei viel Platz nur drei andere Leute waren. Geradezu idyllisch, wenn man an den Rest hier denkt.

Bin über 40 km am See entlang gefahren, und was ich gesehen habe, würde ich nicht als Urlaubsort empfehlen. Die schmale Straße schlängelt sich von Ort zu Ort, links und rechts ist der Hang fast durchgehend bebaut und natürlich privat; mal kleine, pastellfarbene Häuser, mal stattliche Villen. In den Orten die üblichen touristischen ‚Attraktionen‘: Hotels, Bars, Restaurants, Boutiquen etc.. Dazwischen die Straße. Im Moment ist der Verkehr ja halbwegs erträglich, aber ich frage mich, was hier im Juli/August los ist. Das muss die Hölle sein.

Was ich an Campingplätzen im Internet gefunden habe, war auch nicht sonderlich attraktiv – bis auf den hier. Es ist Nachsaison und so habe ich ein unbedrängtes, ruhiges Plätzchen gefunden.

Abends – Im Restaurant der Superlative

Gegensätze, so sagt man, ziehen sich an. Nun, manchmal stimmt das wohl.

Ich war gerade im campingplatzeigenen Restaurant essen. Ein Muss. Ein absolutes Muss. Nicht wegen des Essens. Womit ich nichts gegen die Küche sagen will. War alles in Ordnung. Kein Stern, aber lecker.

Nein, einen Besuch dieses Restaurants sind allein die Inhaber wert. Jedenfalls vermute ich, dass sie es sind, aufgrund ihres Alters (alle anderen sind deutlich jünger) und ihrer Anweisungen.

Er ist der Derwisch der Kellnergilde.

Er fegt mit einem Tempo durch die Tischreihen, dass man einen Kardiologen in der Nähe wünscht. Kaum hat der Gast die ersten Silben des Gerichts artikuliert, vollendet er selbst und sieht den nächsten am Tisch an. Sind alle reihum, dreht er auf dem Absatz und stürmt davon. Er geht nicht, er eilt nicht. Ich bin sicher, es ist keine Sinnestäuschung, sondern ein veritabler Kondensstreifen, der Mühe hat, ihm zu folgen. Im Vorbeigehen stößt er die Saloontüre zur Küche auf und ruft die Bestellung hinein. In einer geschmeidigen Bewegung dreht er ab, ergreift ein Tablett mit Wein und Gläsern und ist schon wieder auf dem Flug zurück in den Gastraum.

Vorweg: Wir sind im italienischsprachigen Teil der Schweiz. Ich möchte zahlen.

„Il con …“ Schon ist er wieder weg.

Auftritt sie. Seine Frau. Sie ist offensichtlich für die Finanzen zuständig. Sie ist sein Yang, seine fleischgewordene Antinomie. Sie lässt sich Zeit. Viel Zeit. Mit schleichendem Rollen kommt sie auf mich zu, im Wiegeschritt. Links, rechts, schwankend wie ein Ozeandampfer bei hoher See. Bevor sie den Schein in dem großen rechteckigen Portemonnaie verschwinden lässt, betrachtet sie ihn wie ein seltenes Kunstwerk. Bis sie wieder hinter der Theke angekommen ist, hat die Inflation zugeschlagen.

Ich stelle mir das Eheleben der beiden vor. Der Wecker klingelt. Als sich zehn Minuten später ihre Augenlider heben, hat er schon Frühsport getrieben, geduscht, gefrühstückt und den Schankraum aufgeräumt. Wenn sie Einkaufen gehen, bleibt sie gleich vorne an der Kasse und hat gerade die Kreditkarte gezückt, als er mit zwei vollen Einkaufswagen angerauscht kommt. Ich stelle mir ihr Sexleben vor. Aber das gehört nicht hierhin.

24.9.21 Saluti di Locarno

Zur Abwechslung mal städtisches Sightseeing. Bin heute Morgen mit dem Bus ins Zentrum gefahren, zwei Stunden durch die Altstadt gelaufen und anschließend am Ufer entlang zum Campingplatz zurück. Lugano/Locarno hat 62.000 Einwohner, aber die einzig sehenswerte Altstadt ist übersichtlich. Ein großer zentraler Platz mit südlichem Flair und schmale Gassen, die den Hang erklimmen.

Eine Stadt mit vielen Namen. Die historischen Verträge von Locarno wurden hier 1925 ausgehandelt, v.a. zwischen Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien (u.a. Anerkennung der im Versailler Vertrag festgelegten Westgrenze durch die deutsche Regierung und die Bestätigung der Entmilitarisierung des Rheinlandes; hat ja leider nicht lange gehalten). Heute der drittgrößte Finanzplatz der Schweiz und Austragungsort des gleichnamigen Filmfestivals. Es gibt eine Uni, überall Hinweise auf Kongresse und Kulturereignisse (zum Teil allerdings in Ascona, von dem Lugano nur durch einen Kanal getrennt ist). Politisch ist Salvinis Lega hier die stärkste Kraft mit über 20 % bei den letzten Wahlen.

Hans Arp, Mitbegründer des Züricher Dadaismus, hat eine Zeitlang hier gelebt und wurde hier auch beerdigt. Ihm zu Ehren gibt es die Giardini Jean Arp mit einigen seiner Skulpturen:

Torso eines Riesen
Ländliche Skulptur
Sich erheben

25.9.21   Lugano – Andeer

Die Strecke von Lugano Richtung Chur hat eine grüne Markierung verdient. Sie bietet alles, was Berglandschaften zu bieten haben: schroffe Gipfel, sanfte Täler, Gletscherflüsse und sattgrüne Almen.

In Lugano war der Himmel noch verhangen …

… bei der Fahrt in den Nationalpark Beverin strahlte wieder die Sonne.

Andeer ist ein winziges Dörfchen ( knapp 900 Einwohner) in diesem Nationalpark.

Dorfplatz

Mit einem bemerkenswerten Skulpturengarten. Da muss jemand vom Kurs abgekommen sein. Ob es hier irgendwo ein Schiffswrack gibt?

Der Ort ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen. Wobei längere Touren mit vollem Rucksack erstmal ausfallen. Rucksäcke behagen meinem Schlüsselbein leider gar nicht.

26.9.21

Das Wetter ist leider umgeschlagen. Gestern Abend war es so stürmisch, dass der Camper gewackelt hat! Und irgendwann in der Nacht weckte mich trommelnder Regen.

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2 Antworten auf „Alpen Sept./Okt. 21“

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