Über mich

Mit diesem Blog beginnt ein weiterer neuer Teil meines bis jetzt 65-jährigen mäandernden Lebenslaufs.

Geboren in Schmölln/Thüringen – Hochneukirch – Heiligenhaus – Erkrath – Heiligenhaus – Erkrath – Düsseldorf – Köln.

Volksschule, Realschule, Gymnasium.

Mit 17 die Nase voll von zu Hause; ziehe mit einem Amerikaner zusammen. Bewegtes Kölner Südstadtleben. Zahlreiche Umzüge kreuz und quer durch Köln.

Zwei Jahre Zen-Meditation. Dann fehlt mir die Disziplin.

Studium Lehramt Englisch, Sozialwissenschaften in Köln; unterbrochen für den nachdrücklich prägenden Zivildienst im Krankenhaus. Von der damaligen Landesregierung erdachte bürokratische Hindernisse zögern den Beginn der Referendarzeit um 1 1/2 Jahre hinaus.

Neun Monate Sachbearbeiter in der Bafög-Abteilung des Bundesverwaltungsamtes; jeden (damals noch) Pfennig gespart; dann vier Monate durch die USA.

Während des Studiums in den Sommermonaten ständig auf Reisen kreuz und quer durch Europa. Auf dem Daumen kommt man (fast) überall hin. Längere Aufenthalte in der Türkei und Italien.

Referendariat in Kleve begonnen mit der Perspektive Arbeitslosigkeit. 1983 glaubte man keine Lehrer mehr zu brauchen, da die Deutschen ja angeblich beschlossen hatten auszusterben. Beginne mit dem Vorsatz, den Beruf erst mal in der Praxis kennen zu lernen und gegebenenfalls einfach abzubrechen und was anderes zu machen. Stressige zwei Jahre mit der Erkenntnis: das ist genau das, was ich machen will, und dem wenig überraschenden Ende: ich werde nicht gebraucht.

Flucht mit meiner Freundin aus Köln; Leben in der Botanik bei Kürten mit Katzen und Pferden.

Arbeitslosenhilfe und Nebenjobs, die mich wieder meine Arbeitslosenhilfe kosteten (VHS, Nachhilfe, Dolmetscher, Konversationsenglisch für Mitarbeiter verschiedener Firmen, freier Mitarbeiter Bundeszentrale für politische Bildung). Zwei Jahre Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (freischwebender Pädagoge an einem Gymnasium und Manager des Schul-Cafés).

Erste Schreibversuche; Gedichte und Kurzgeschichten in Zeitschriften von unbekannten Literaten für unbekannte Literaten.

1988 Hafiz-Literaturpreis für Satire (des Persischen Literaturclubs Düsseldorf).

Umschulung zum Abfallwirtschaftsberater in Hannover. Ja, dass Müll ein Problem ist, wusste man schon vor 30 Jahren. Bewerbung bei einem Entsorger in Kempen; stattdessen von einem Tag auf den anderen Abteilungsleiter für Aus- und Fortbildung.

1990 aus heiterem Himmel Angebot eines Dreijahres-Vertrags an einem Gymnasium in Menden. Lehne ein “Angebot, das Sie nicht ablehnen können” ab und kündige. Dauerstress mit dem Direktor; Versetzung nach Halver. Glücksfall. Bleibe bis Juli 2019.

29 Jahre in meinem Traumberuf. Nicht nur wegen der Arbeit, sondern auch weil mir Zeit und Geld zum Reisen bleibt. Von Stadt zu Stadt (immer wieder Barcelona), Land zu Land, Insel zu Insel; Europa, Kanada, mehrfach USA (u.a. freudespringendes Wiedersehen mit meinem Freund nach über 30 Jahren), Neuseeland (der Traum), Reunion (verzaubernd multikulturelles Wanderparadies).

Und immer wieder hinauf auf Berge, Berge, Berge. Am liebsten alleine. Die reine Meditation.

Sept. 2019: Von Remscheid wieder zurück nach Köln.

Immer noch Kinder um mich; meine Liebe ist Tagesmutter.

Immer noch Tatendrang, Pläne, Reiselust.

Immer noch Lust am Schreiben. Ersten Roman beendet. Auf der Suche nach einem Verlag.

Immer noch diskutierfreudig. Deshalb mein Blog. Hoffe auf Resonanz – positiv wie kritisch.

Köln, 19. Jan. 2020